Testen, testen, testen!

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Zahlreiche Impfwillige haben sich bereits gegen Corona impfen lassen. Gleichzeitig wurden an vielen Schulen und in Betrieben regelmässige Covid-Tests eingeführt – auch sie mit dem Ziel, Infektionsketten zu durchbrechen. Was Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dazu wissen müssen.

Der Kanton Graubünden war Vorreiter. In den meisten Kantonen laufen nach wie vor repetitive Tests, an denen sich Firmen mit verhältnismässig wenig Aufwand beteiligen können. Mit dem Entscheid vom 25. August 2021 hat der Bundesrat die Finanzierung solcher Tests in Ausbildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie Unternehmen weiterhin zugesagt. Allgemein lässt sich Folgendes festhalten:

Die Teilnahme an Testungen ist freiwillig. Ein Test ist jedoch vergleichbar mit der Maskenpflicht oder auch Schutzmassnahmen auf einer Baustelle. Unternehmen müssen den Gesundheitsschutz ihrer Belegschaft gewährleisten. Der Eingriff in den Körper, insbesondere bei Speicheltests, ist sehr gering. Und er dient dem Schutz ganz vieler.

Ein Test ist mit Gründen zu rechtfertigen (und kann unter Umständen vom Arbeitgeber nichtsdestotrotz auch gefordert werden), die sich auf die Arbeitsleistung oder den Schutz anderer Mitarbeitender oder Dritter (Kundinnen und Kunden / Patientinnen und Patienten) beziehen. Zu berücksichtigen sind dabei aber die Verhältnismässigkeit sowie die gesamten Umstände, so etwa die epidemiologische Lage und die Möglichkeit und Verfügbarkeit anderer Schutzmassnahmen. Es liegt auf der Hand, dass für ein Spital oder für ein Heim andere Regeln gelten als für einen Einzelarbeitsplatz im Backoffice. Der VPOD begrüsst aber die Teststrategie als einen Pfeiler im Kampf gegen das Virus – jedenfalls solange, bis genügend Leute geimpft sind.

Das Testen geschieht meistens durch sogenannte gepoolte Speicheltests; es werden also Proben von bis zu 10 Mitarbeitenden zusammengeschüttet und gemeinsam analysiert. Das ist sinnvoll, weil die Laborkapazitäten nach wie vor begrenzt sind. So muss man nur bei den (weniger werdenden) positiven Proben nachher noch einzelne PCR-Tests machen. Der VPOD empfiehlt die Teilnahme an diesen Tests: Speicheltests stellen kaum einen körperlichen Eingriff dar, können aber vielen nützen.

Für Betriebe, die an diesem regelmässigen Testing teilnehmen, ist auch die Kontaktquarantäne aufgehoben. Diejenigen, die beruflich mit der (einzlen mit PCR-Test) positiv gestesten Person Kontakt hatten, können weiterarbeiten. Die gleichzeitig geltende «soziale Quarantäne» (dass man also nur zur Arbeit, aber nicht zu privaten Zwecken aus dem Haus darf), lehnt der VPOD entschieden ab.

Ebenfalls noch unklar ist, wie sich das Testen in Betrieben gestalten soll, in denen die grosse Mehrheit oder alle Angestellten bereits geimpft sind. Zu dieser Frage arbeiten Arbeitgeber und Arbeitnehmende zeitnah Regelungen.

Stand: 7. Oktober 2021